Abwehr als Erfolgsgarant gegen Mintraching

Das taktische Duell gegen die SG Mintraching/Neutraubling beschert U-19-Forstis die nächsten Bayernligapunkte

wA · Montag, 03.12.2018

Die U-19 Forstis durften am vergangenen Sonntag gegen Mintraching/Neutraubling ran. Die Gastgeber waren den Mädels bereits vom Ebercup bekannt und das Match versprach ein klassischer Schlagabtausch auf Augenhöhe zu werden, welcher nur über Kampf und Einsatzbereitschaft entschieden werden kann. 

Die Trainer entschieden sich nach eingehender Beratung zu einer etwas ungewöhnlichen Deckungsvariante - einer 1-4-1 mit Manndeckung auf Spielführerin Nell Stiller und einer ständigen Manndeckung am Kreis. Dies nahm von Beginn an den Wind aus den Segeln der Gastgeber. Die Deckung agierte geschlossen und man konnte sich viele Bälle erobern - allerdings konnte man 

diese dann vorne zu selten verwerten. Durch die hektische Angriffsleistung kassierte man immer wieder Gegenstöße, denen nur Torhüterin Silvia Morath und ihren herausragenden Paraden entgegenstand und so Schlimmeres verhinderte. Gegen Mitte der ersten Hälfte hatten die Forstis zwar eine 8:5 Führung inne, doch diese schien stets auf wackligen Füßen zu basieren. Stellenweise hatte man im Angriff den richtigen Ansatz, erspielte sich Chancen über Einläufer und den Kreisläufer, doch dieser Pfad zum Erfolg wurde mit deutlich zu wenig Überzeugung und Konsequenz beschritten. Herausheben muss man, dass man zum Ende der ersten Halbzeit lediglich 10 Gegentore kassierte, was absolut in Ordnung ist. Wenn man allerdings selbst nur 12 wirft, wird die ganze Arbeit leider nicht ausreichend belohnt. Ein Faktor für die hohen Ballverluste war dabei die Problematik und Haptik des Spielballs, Harz war nämlich verboten. 

Dem Team war klar: Wer hier den besseren Start in Abschnitt zwei erwischt, wird am Ende den Sieg davontragen. Im Falle dieser Partie waren es glücklicherweise die Forstis, die ihre Führung auf 15:10 ausbauen konnten und so für ein wenig Luft zum Atmen sorgten. Allerdings - wie gewonnen, so zerronnen - Durch Unachtsamkeit im Angriffsspiel und daraus resultierende Gegentreffer kamen die Gastgeber direkt auf 15:14 heran, bevor die Trainer die Reißleine zogen und eine Auszeit nahmen. Im Laufe der zweiten Hälfte wurde das Spiel immer konfuser. Im Angriff funktionierte auf Seiten unserer Mädels auf einmal gar nichts mehr, während zumindest in der Abwehr noch konsequent gearbeitet wurde und in Kombination mit der überragenden Silvia Morath ein solides Bollwerk aufgetsellt wurde. 

So entstand ein offener Schlagabtausch von Toren auf der einen und der anderen Seite, bis schließlich - beim wackligen Stand von 22:19 für die Forstis - die Gegnerinnen den Sack zu Gunsten Uniteds zu machten: Und zwar indem sie sich gleich 2x2 MInuten wegen Meckerns in einer Aktion einfingen. Natürlich wurde diese Entscheidung der Unparteiischen, die eine außergewöhnlich klare Linie in diesem Spiel zeigten und souverän pfiffen, von Publikum und Heimmannschaft lautstark in Zweifel gezogen, doch für unsere Mädels eröffnete sich damit die Möglichkeit, das Spiel endgültig zu entscheiden. Mit 24:20 trennte man sich schließlich und konnte sich unter lautstarken Protest und Buh-Rufen der geschlagenen Gastgeber über zwei verdiente Punkte freuen. 

 Fazit von Trainer Felix Mäsel: "Das war heute eine schwierige Nummer. Wir hatten die Gegner abwehrtechnisch wirklich gut im Griff, aber im Angriff sind wir nie richtig ins Rollen gekommen. Daran werden wir in den nächsten Wochen ordentlich arbeiten müssen. Dennoch muss man unseren Mädels zugestehen, dass sie durchgehend gekämpft und auch bei dieser teilweise aufgeheizten Kulisse den Mut nicht verloren haben - und am Ende stehen zwei wichtige Punkte in unseren Büchern. Die Taktik ist aufgegangen."

 Es spielten und trafen: Silvia Morath (Tor), Steffi Pollak 1, Jasmin Alnajjar, Charlotte Paulus, Judith Fröhlich 1, Annika Fricke 2, Emilie Rudolf 1, Lara Becher 6, Lena Trenkler, Alina Sing, Julia Beck, Franziska Ebenkofler 4 (1), Johanna Strobl, Theresa Lettl 9. 

 Offizielle: Felix Mäsel, Julius Veihelmann, Alf Sing, Raimund Dürr

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