B-Girls siegen bei der HSG Würm-Mitte

Im Bayernliga-Spitzenspiel gewinnt die U-17 nach einer mäßigen Partie mit 24:19 gegen die HSG Würm-Mitte

wB · Montag, 30.09.2019

Die weibliche B-Jugend aus Ebersberg bekam es in ihrem ersten Auswärtsspiel der diesjährigen Bayernliga-Saison mit einem richtig harten Brocken zu tun. Das Team musste in den Münchner Süd-Westen zur HSG Würm-Mitte reisen. Die Wildcats hatten den Forstis in den letzten Jahren mit ihrer offensiven Abwehr schon immer Problem bereitet. In diesem Jahre haben sich die Würmer zudem mit Spielerinnen aus Allach und Laim verstärkt, darunter drei Auswahlspielerinnen des BHV. Eine gewisse Nervosität auf Seiten der Forstis war dadurch nur zu verständlich. Aber auch der Kader der Ebersbergerinnen war nach der Rückkehr von Linksaußen Lilli Schmidt, die einen Zehenbruch auskurieren musste, wieder komplett. Es entwickelte sich von Anfang an eine spannende und hart umkämpfte, jedoch von Nervosität geprägte Partie, in der sich zunächst keine der Mannschaften absetzen konnte. Steffi Pollak gelang vom Kreis das 0:1 für Ebersberg, aber Würm konnte postwendend per 7-Meter ausgleichen.
Die Forstis um Spielmacherin Chiara Czeslik konnten zwar immer wieder mit max. zwei Toren in Führung gehen, aber man merkte, dass es heute besonders im Angriff nicht rund laufen wollte. Auch in der Abwehr stimmte es Anfang nicht. Ins besonders der linke Rückraum der Cats konnte immer wieder durchbrechen, da die Defensive auf dieser Position zu langsam und unkonzentriert agierte. Die Trainer Dürr/Schablowski reagierten prompt und wechselten Anna Kaspar ein, was sofort Wirkung zeigen und die Abwehr stabilisierte. Ein Doppelschlag von Charly Paulus brachte eine 2-Tore Führung zum 7:9. Die Trainerin des HSG sah sich gezwungen, ein Team-Timeout zu nehmen. Unbeeindruckt spielte der TSV weiter und konnte durch einen schönen Treffer von Anna Kaspar beim Stand vom 9:11 in die Halbzeitpause gehen.

In der Pause gingen die Trainer speziell auf die vorhandenen Probleme im Angriff  ein und gaben dem Team eine klare Linie für die zweiten 25 Minuten mit. Trotzdem wollte es heute in der Offensive immer noch nicht klappen. Statt den Vorsprung kontinuierlich auszubauen, gestattete man es dem Gegner immer wieder auszugleichen und beim Stand von 16:15 sogar in Führung zu gehen. Von einem Spitzenspiel der Bayernliga konnte man zu diesem Zeit objektiv betrachtet definitiv nicht sprechen. Trotz eines offenen Schlagabtausches endeten viele Angriffe beider Teams mit Fehlwürfen, Fehlpässen oder technischen Fehlern. An diesem Tag sollte die Abwehr den Ausschlag geben. Und diese stand um Mitte Steffi Pollak und Charly Paulus in diesem Match wieder sehr sicher. Dahinter stand auch noch Vanda Angyal, die neben einem 7-Meter mehrere 100% Torchancen des Gegners entschärfen konnte. Erst in der 38. Minute konnte Rechtsaußen Hannah Dürr an diesem Tag ihren ersten Treffer zum 16:17 erzielen und leitete damit die endgültige Wende ein. Zwei sicher verwandelte 7-Meter von Jasmin Alnajjar sowie Tore von Charly Paulus und Steffi Pollak brachten die Forstis auf die Siegerstraße. In der 45ten Minute beim Stand von 16:21 für Ebersberg war das Spiel entschieden. Die HSG konnte nichts mehr entgegen setzen und die Forstis spielten die verbleibenden 10 Minuten souverän zu Ende. Besonders Hannah Schrögmeier zeigte in den letzten Minuten ihre Qualitäten auf der Spielmacherposition und setzte Steffi Pollak am Kreis immer wieder gekonnt ein. Nina Allombert erzielte den letzten Treffer zum hart erarbeiteten 19:24. „Heute mussten wir über eine stabile Abwehr und eine sehr gute Torhüterleistung zu einem Arbeitssieg kommen“, meinte Coach Dürr erleichtert. „Schlussendlich zählen am Ende des Tages nur zwei gewonnene Punkte. Morgen fragt keiner, wie der Sieg zustande gekommen ist“ waren sich die Trainer Schablowski und Dürr einig. 

Für die Forstis waren erfolgreich:

Vanda Angyal (Tor), Leo Lindner (Tor), Charly Paulus 6/1, Steffi Pollak, Jasmin Alnajjar 5/4, Anna Kaspar und Chiara Czeslik je 2, Hannah Dürr, Lilli Schmidt, Conny Paulus und Nina Allombert je 1 sowie Maria Hartmann und Hannah Schrögmeier.

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