Bayernliga: Deutlicher Sieg gegen HSG Würm-Mitte

U-19-Mädels gewinnen 32:23 gegen Würm-Mitte und klettern auf Rang Zwei der Bayernliga-Tabelle

wA · Montag, 11.03.2019

Forst Uniteds U19-Mädels hatten sich auf das Spitzenspiel gegen die HSG Würm-Mitte akribisch vorbereitet und freuten sich, dass ihr Matchplan am Ende eines packenden Bayernligaspiels aufging ein deutlichen 32:23 Sieg auf der Anzeigentafel zu Buche stand. Die Gäste aus dem Münchner Westen reisten als Tabellenzweiter an und hatten den Gewinn der Bayerischen Meisterschaft, mit einem schmeichelhaften Sieg gegen den HCD Gröbenzell, in eigener Hand. Voraussetzung dafür war jedoch auch ein Erfolg gegen den Tabellendritten aus Ebersberg, die nur einen Punkt hinter den Wildcats aus Germering lauerten.
Im Hinspiel unterlag Forst United ersatzgeschwächt mit 26:33 und nahm sich für das Rückspiel einiges vor: „Wir wollten unbedingt gewinnen und uns für die Niederlage revanchieren“, erklärte Torhüterin Silvia Morath. Schon im Training stellten die Trainer Julius Veihelmann und Felix Mäsel ihre Schützlinge auf das System des Gegners ein und gaben durch klare taktische Vorgaben den Matchplan vor: Die Anfangsphase war auf beiden Seiten noch durch einige Fehler geprägt, die wohl der Aufregung geschuldet waren, doch schon bald entwickelte sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, in dem Würm-Mitte die Nase zunächst leicht vorne hatte. Die HSG legte vor und Ebersberg egalisiert das Ergebnis umgehend. In der zehnten Spielminute bauten die Gäste über die bärenstarke Simone Padberg die Führung erstmals auf zwei Tore Vorsprung aus. United blieb trotz Unterzahl immer gefährlich und reagierte blitzschnell auf Lücken in der Gästeabwehr. Eine kurze Umstellung in der eigenen Abwehrreihe sorgte dafür, dass nun auch der starke linke Rückraum der HSG unter Kontrolle gebracht wurde und United zur Aufholjagd ansetzte. Über Emi Rudolf, Franzi Ebenkofler und Theresa Lettl drehten die Mädels vom Ebersberger Forst den 7:9 Rückstand in eine 12:9 Führung und verwalteten das Ergebnis bis zum 13:11 Pausenstand.

„Wir liegen voll im Soll und werden von Minute zu Minute stärker. Ich denke in der zweiten Hälfte werden wir weniger Schwierigkeiten haben. Die Mädels machen ihre Sache exzellent“, lautete die kurze Halbzeitanalyse von Coach Veihelmann.

Nach zehn Minuten Verschnaufpause ging es weiter und es blieb weiterhin spannend: Die Mädels der HSG kämpften um die Chance auf die Meisterschaft und schafften es immer wieder den Rückstand zu verringern. Doch die solide Ebersberger Abwehr setzte die teilweise überfordert wirkende Mitte-Spielerin der Gäste klug unter Druck und fing daraus einige Bälle ab, die die blitzschnelle Franzi Ebenkofler verwandeln konnte. In den Karten spielte United dabei vor allem die Manndeckung auf Theresa Lettl: „Die Mädels wussten, dass Würm diese Option wieder ziehen wird aber wir haben sie darauf vorbereitet und sie haben es perfekt ausgenutzt“, freute sich Trainer Mäsel. So konnte man mit sehenswerten Kombinationen einen soliden zwei- bis vier Tore Vorsprung halten. Ab der 48. Minute (21:17) ordnete das Würmer Trainergespann seiner Truppe, eine Manndeckung auf alle Forst-Girls an. Leicht überrascht mussten sich die Gastgeber erst sortieren, nahmen das „Geschenk“ aber dankend an: In die großen Lücken konnte der Rückraum nun optimal vorstoßen und immer wieder den Pass auf beide Außen ablegen. Judith Fröhlich und Franzi Ebenkofler sorgten mit ihren vielen Treffern in den letzten zehn Minuten für Ekstase auf den Rängen. Innerhalb von sieben Minuten setzte man sich auf 29:20 ab und konnte die letzten fünf Minuten des Spiels feiernd zu Ende bringen. Lara Becher setzte mit einem Doppelschlag in der letzten Spielminute den Schlusspunkt einer sehenswerten Bayernligapartie zu 32:23 Endstand. Mit diesem Erfolg verdrängte Forst United die HSG Würm-Mitte von Platz zwei und liegt nun nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer und Bundesligisten aus Gröbenzell.

„Es war von Vorne bis Hinten eine super Mannschaftsleistung. Die Mädels haben den Plan exakt umgesetzt und auch in kritischen Phasen die Ruhe bewahrt. Der Sieg ist hochverdient und macht die Hinspiel-Niederlage wieder wett,“ analysierte Julius Veihelmann zum Abschluss. 

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