Bayernliga-Nachholspiel entscheiden U-19-Forstis für sich

Gegen Schleißheim stotterte der Motor noch über weite Phasen des Spiels, doch war der Sieg nie in Gefahr

wA · Dienstag, 22.01.2019

Nach der Weihnachtspause startete die weibliche U19 bereits früher wieder in die Saison: Mit einem Nachholspiel aus der Hinrunde auswärts gegen den TSV Schleißheim. Nach einer kräftezehrenden Mannschaftsleistung konnte man das Spiel mit 31:29 für sich entscheiden und sich somit zwischenzeitlich den zweiten Tabellenplatz der Bayernliga sichern.

Dem Trainergespann war klar: Auf dem Papier sollte der Tabellendritte beim Tabellenachten der Bayernliga dominieren, dennoch lauerten gerade in diesem Spiel zahlreiche Gefahren: Da man über die Weihnachtsferien pausierte, hatte man unweigerlich einen Bruch im Trainingsfortschritt zu verzeichnen. Gleichzeitig hatten die TSVler bei all ihren bisherigen Heimspielen respektable Ergebnisse abgeliefert. Zum Überfluss musste man auch noch auf Theresa Lettl verzichten, die nach einer Ellenbogenverletzung noch nicht einsatzfähig war. 

Wie für die Forstis mittlerweile Alltag, nahm man von Beginn an die Spielmacherin, Jenni Köbrich, via Manndeckung aus dem Spiel. Allerdings wurde diese Strategie früh durch Zeitstrafen unterbrochen. Die wendige Franzi Blask schien die rechte Abwehrseite immer wieder vor Probleme zu stellen, die scheinbar nur durch Fouls zu lösen waren, weswegen es schon in der Anfangsphase zu mehreren Verwarnungen und Zeitstrafen kam. In dieser Phase spielte die Forst-Abwehr deutlich zu statisch und zu unorganisiert. Durch Tore von Franzi Ebenkofler, Lara Becher und Charlotte Paulus und der starken Silvia Morath im Tor schaffte man es dennoch, einen Vorsprung aufrechtzuerhalten: Gegen Mitte der ersten Halbzeit lag man mit 10:6 in Führung. Man probierte in der Abwehr verschiedene Varianten des Deckungsspiel, aber so richtig schien da nichts zu fruchten. In der kommenden Viertelstunde konnte man diesen Vorsprung einigermaßen verwalten, während Torhüterin Silvia daran wohl den Großteil für sich einstreichen konnte. Mit einer 17:13 Führung trennte man sich mit gemischten Gefühlen in die Halbzeit.

Die Trainer waren sich einig: 17 Tore zu werfen geht in einer Halbzeit absolut in Ordnung, aber 13 kassieren aufgrund einer unzureichenden Abwehrleistung - das tat weh. Weswegen man in der zweiten Hälfte mit einer offensiv agierenden 6:0 Abwehr auflaufen wollte.  Dies zeigte zwischenzeitlich auch Wirkung und so konnte man in einer starken Phase sogar so etwas wie das Momentum für sich nutzen. Auch  war die Stimmung in der Abwehr und auf der Bank in dieser Phase deutlich spürbar: eine 24:19 Führung war allerdings der größte Abstand, den man zwischen sich und den Gegner bringen konnte. Durch die 6:0 Deckung fanden allerdings die TSVler mehr in ihr Spiel und konnten scheinbar problemlos ihr Spiel über die große Kreisläuferin anziehen, mit welchem die Abwehr deutliche Probleme hatte. Wieder verhinderte Torhüterin Silvia Morath und die generelle Abschlussquote der Gastgeber für die Forstis Schlimmeres. Der Abstand von 4-5 Toren konnte über die Halbzeit einigermaßen aufrechterhalten werden, bis es in der Schlussphase noch einmal spannend wurde: Ähnlich zur Deutschen Nationalmannschaft verlor man in der Schlussphase deutlich zu viele Bälle und ließ vor dem Tor zu viele Chancen ungenutzt, so dass Schleißheim gegen Ende noch einmal auf zwei Tore rankommen konnte. Zwei Tore durch Lara Becher und Annika Fricke machten diesem Aufbäumen glücklicherweise noch einen Strich durch die Rechnung und so konnte man das Spiel mit 31:29 über die Zeit retten. 

Fazit von Trainer Felix Mäsel: Schleißheim hat uns heute vor echte Probleme gestellt: In der Abwehr standen wir gar nicht wie gewohnt und konnten dem Gegner unser Spiel nie richtig aufzwingen. Im Angriff agieren wir noch zu statisch und zu zaghaft. Dennoch muss man die Mannschaft auch loben: So spricht die Torverteilung für eine geschlossene Mannschaftsleistung und Auswärtsspiele in der Bayernliga gilt es erstmal zu gewinnen - egal was das Papier uns erzählt. 

Es spielten und trafen: Charlotte Paulus 6, Johanna Strobl, Silvia Morath (Tor), Franzi Ebenkofler 6 (4/4), Judith Fröhlich 3, Julia Beck 1, Alina Sing 2, Lena Trenkler 2, Anna Huber 2, Lara Becher 5, Emilie Rudolf, Annika Fricke 3, Steffi Pollak 1

Offizielle: Julius Veihelmann, Felix Mäsel, Alf Sing, Theresa Lettl 

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