Bayernliga wB setzt Erfolgsserie fort und schlägt Allach

Nach dem Erfolg gegen Regensburg, musste sich auch der TSV Allach den starken Forst Girls beugen

wB · Dienstag, 12.03.2019

Am letzten Sonntag erwartete die weibliche B-Jugend die Gäste vom TSV Allach 09. Da man das Hinspiel, nicht zuletzt aufgrund einer sehr schwachen Leistung der Unparteiischen, mit 28:23 verloren hatte, sannen die Forstis um Trainer Dürr auf Revanche. Dementsprechend hoch motiviert ging man in die Partie. Leider zeigte das Team in den ersten 15 Minuten das gleiche, unerklärliche Verhalten wie man es aus den letzten Spielen fast schon gewohnt war. Durch die offensive Abwehr der Allacherinnen verunsichert, spielte man einen Fehlpass nach dem anderen, leistete sich technische Fehler und zeigt keinerlei Laufbereitschaft. Erst nach 6:30 Minuten gelangt der Steffi Pollak der erste Treffer für die Ebersberger. Auch in der Abwehr fehlte die notwendige Entschlossenheit und so konnte der Gegner ohne große Gegenwehr über 0:3 und 2:5 auf 4:9 nach 14 Minuten davonziehen. Bereits zu diesem Zeitpunkt konnte sich die Mannschaft beim ihrem Goalie Vanda Angyal bedanken, dass man nicht noch weiter ins Hintertreffen geriet. Ein ums andere Mal verhinderte sie mit Glanzparaden gegen die allein vor ihr auftauchenden Allacherinnen einen höheren Rückstand.
Mit der Einwechslung von Chiara Cieslik auf der Spielmacherposition änderte sich das Spiel der Forstis plötzlich und sie zeigten wieder das Gesicht, dass man bereits in der sensationellen zweiten Halbzeit im Spiel gegen den ESV Regensburg gezeigt hatte. Die eigentlich noch in der C-Jugend spielende Czeslik leitet selber mit dem 5:9 die Wende ein und lenkte das Spiel in bemerkenswerter Art und Weise. Plötzlich waren die Probleme der ersten 15 Minuten vergessen und das Team zeigte endlich, welches Potential in ihm steckt. Man holte ein Tor ums andere auf und zeigte nun auch in der Abwehr die notwendige Aggressivität. Besonders Charlotte Paulus und Judith Fröhlich waren in dieser Phase nicht mehr zu stoppen und erzielten bis zur Halbzeit zusammen 9 Treffer. Hätte die jüngste im Team, Hannah Dürr, nicht Pech gehabt und drei Fahrkarten geworfen hätte, hätte man sogar in Führung gehen können. So stand es zur Halbzeit 14:14 unentschieden.

In der Halbzeit wurde die Fehler der ersten Halbzeit durch das Trainer-Duo Schrögmeier/Dürr noch aufgearbeitet und ein klare Marschrichtung für die zweiten 25 Minuten vorgegeben. Zwar konnte Allach nach Wiederanpfiff noch einmal mit 14:15 in Führung gehen, aber dann bestimmt nur noch das Team aus Ebersberg die Partie. Angetrieben durch die wie immer vorbildlich kämpfende Steffi Pollack war die Abwehr nun nur noch schwer zu überwinden. Schaffte es Allach dennoch einmal durchzubrechen, stand ja auch noch Vanda Angyal im Tor. Im Angriff war nun auch der rechte Rückraum aufgewacht und Jasmin Alnajjar konnte sich in die Torschützenliste eintragen, darunter das 21:17 per sehenswerten Tempogegenstoß. 10 Minuten vor Schluß war das Spiel beim Stand von 22:17 eigentlich schon gelaufen. Allach riskierte nun alles und stelle auf offene Manndeckung um. Ebersberg zeigte sich beeindruckt und der Gegner konnte durch zwei schnelle Tore auf 22:19 verkürzen. Aber die Forstis hatten noch einen Trumpf im Ärmel. 5 Minuten vor Ende der Partie brachte Coach Dürr die junge Leonie Linder im Tor um ihr Gelegenheit zu geben, „B-Jugend-Luft“ zu schnuppern. Mit zwei gehaltenen Kontern und einem entschärften 7-Meter der Allacherinnen wurde Leo zum entscheidenden Faktor der letzten Minuten und hielt den Sieg für Ebersberg fest. Das Match endete schließlich 23:20 für die Forstis.

Die Revanche war somit geglückt. Fazit des Trainers: „Wenn wir es schaffen, die unverständliche Nervosität der ersten 15 Minuten auch noch abzulegen, brauchen wir uns auch vor dem kommenden Gegner, der HSG Würm-Mitte nicht zu fürchten. Allerdings werden einige der Mädels noch deutlich in ihrer Leistung zulegen und an ihre Leistungsgrenze gehen müssen um auch weiterhin im Kader der B1 bestehen zu können. Sehr zufrieden war ich heute mit der Abwehrleitung. Nur 4 Gegentore in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache.“

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