Beeindruckender United-Sieg mit kleinem Schönheitsfleck

Ein weiterer Spielbericht zum Sieg gegen den SV München Laim unserer Forst Ladies, ist heute im Münchner Merkur. Hier könnt ihr ihn lesen....

D1 · Dienstag, 18.12.2018

Ebersberg – Nach dem Topspiel der Landesliga Süd saßen sie vereint auf den Stühlen der Ersatzspieler und tauschten sich lange aus. Klaus Bergmann, Trainer des Frauenteams des TSV EBE Forst United, und sein Gegenüber vom SV Laim, Sascha Schrödter, hatten eine ungeheuer intensive Partie erlebt, die die Gastgeberinnen in der Dr.-Wintrich-Halle mit 32:30 (19:14) Toren für sich entschieden. Beide Coaches waren sich vor allem über eines einig: „Das Spiel war beste Werbung für den Handball und die ganze Landesliga.“

Das Kommen musste keiner der wohl über 500 Fans bereuen. Das Drumherum habe gepasst, „ein geiles Spiel mit toller Atmosphäre“, urteilte Schrödter. Die Fans beider Lager trieben ihre jeweiligen Mannschaften lautstark und bis zum Ende zu Höchstleistungen an. „Wann bekommst du schon einmal solch eine Stimmung auf der Tribüne in der Landesliga? Das gibt es vielleicht vereinzelt in der Herren-Bayernliga“, schloss sich Bergmann an. „Da musst du niemand groß motivieren.“

Auf den Rängen blieb keine Lücke frei, die Zuschauer standen sogar in Zweier-Reihen in den Gängen. „So viele hatten wir noch nie“, war auch Ebersbergs Handball-Chefin Sylke Haeffner begeistert. Zumal die Mannschaften dies mit spektakulären, tempogeladenen Aktionen noch schürten. United gab mit seinem variableren Rückraum, angeführt von den Lettl-Schwestern Helena und Theresa sowie Sandra Daschner, Lucie Mäsel, Anna Dybilasz oder Christina Schweiger, lange den Ton an und trudelte in den letzten fünf Minuten nach einer 32:25-Führung ins Ziel.

„Die Mädels haben so viel gegeben, aber am Ende hatten sie nicht mehr die nötige Frische, weder körperlich, noch vom Kopf her“, war TSV-Coach Bergmann zuerst sogar frustriert, dass ein Neun-Tore-Vorsprung (30:21) noch so schrumpfte. „Da müssen sie noch lernen.“ Er hatte auch den bei Punktgleichheit am Saisonende zählenden direkten Vergleich im Hinterkopf gehabt. Dass es nur zwei Tore Unterschied wurden, sei „schade, weil wir sie beherrscht haben“.

Sein Trainerkollege sah einen „aufgrund der ersten Halbzeit verdienten Sieg für United“. Sein Team habe zu fehlerhaft agiert, aber in Durchgang zwei mit allen taktischen Mitteln „noch mal alles versucht“, war Schrödter dennoch zufrieden mit der Leistung. „Wir sind immer näher gekommen. Gegen andere Mannschaft reicht das, aber eben nicht gegen Ebersberg.“

Das war auch der Punkt, den TSV-Urgestein Peter Feddern nach einer „Partie mit hoher Intensität“ betonte: „Ebersberg hatte deutlich mehr Alternativen zur Hand.“ Vor allem Torhüterin Annika Molzberger avancierte nicht nur für ihn mit ihren Paraden zur Matchwinnerin.

Unterm Strich war Bergmann stolz auf seine junge Truppe (Schnitt: 18,7 Jahre): „Die Tabellenführung ist mir wurscht. Der Sieg ist psychologisch wertvoll, denn Laim hatte bis dahin ja noch keinen Punkt abgegeben.“ Nun sei man gleichauf und bereit für ein Fernduell um den Titel. „Das war für uns der richtige Jahresabschluss.“

Jetzt ist Trainingspause bis Anfang Januar. Die Stühle im Auswechselbereich werden erst wieder am 26. Januar von Trainern besetzt werden.

Foto: Stefan Rossmann 

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