Bundesliga-Quali mit Rumpftruppe

Bittere Verletzungen in den Qualis und eine Terminkollision bringen United mächtig ins Wanken. Weiterkommen fast ausgeschlossen.

wA · Freitag, 31.05.2019

Auf gutem Kurs war die weibliche A-Jugend des TSV EBE Forst United in der Qualifikation zur Jugendbundesliga. Am letzten Qualiturnier siegte man hoch gegen den 1.FC Nürnberg und lag auch gegen den Bundesliga-Nachwuchs aus Göppingen bis zur schweren Verletzung (Kreuzbandriss) von Spielmacherin Theresa Lettl vorne. Der Einzug in die nächste Runde war perfekt, doch aufgrund des herben Verletzungspech muss auf viele A-Jugend-Spielerinnen verzichtet werden.

Die vier Verletzten können nicht mehr in das Spielgeschehen eingreifen und so müssen die Ebersberger Trainer mit nur acht Spielerinnen nach Nellingen reisen, denn auch die Stammkräfte aus der wB - Jugend dürfen maximal am Samstag zum Einsatz kommen: Die Bayernliga-Qualifikation der wB liegt am selben Wochenende wie das A-Jugendturnier. Eine Anfrage beim BHV wurde abgelehnt. Damit  muss auch auf Torjägerin Charlotte Paulus, Mittespielerin Chiara Czeslik, Kreisläuferin Steffi Pollak und Torhüterin Vanda Angyal verzichtet werden.

„Unsere Mädels sind sehr weit gekommen und hätten beste Chancen gehabt. Für eine bayerische Mannschaft, deren B-Jugend nicht gesetzt ist, macht es in Zukunft keinen Sinn mehr Bundesliga zu melden, wenn auf die Spielpläne zwischen DHB und BHV keine Rücksicht genommen wird. Wir hätten uns natürlich eine Lösung im Sinne des Sports und als Repräsentant des bayerischen Handballs auf Bundesebene gewünscht“, erklärt Spartenleiter Felix Mäsel.

Nun muss die Mannschaft in den sauren Apfel beißen und im Württembergischen Nellingen antreten. „Wenn wir nicht spielen, sperrt uns der DHB für zwei Jahre. Das wollen wir nicht.“
Im ersten Spiel am Samstag wartet der bekannte TSV Haunstetten auf die Mädels vom Ebersberger Forst. Um 17 Uhr muss dann auch noch gegen den Nachwuchs des Bundesligisten TuS Metzingen angetreten werden. Mit dem wohl stärksten Gegner (SG Kappelwindeck) bekommen es die tapferen Acht am Sonntag um 11.20 Uhr zu tun.

Ein Weiterkommen scheint für Forst United in dieser Konstellation unmöglich und „macht auch wenig Sinn“, so Mäsel. Wichtig ist jetzt dass sich keine Spielerin mehr verletzt. „So gebeutelt hat es uns noch nie, aber das sucht man sich ja nicht aus.“

Foto: Stefan Rossmann 

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