Hinten Hui, Vorne lange Pfui

Der Angriffsmotor stotterte lange gegen den ASV Dachau, doch am Ende feierten die Forst Ladies ein ungefährdetes 26:10

D1 · Montag, 28.01.2019

Nach rund sieben Wochen Spielpause, die aufgrund der Handball-WM und natürlich den Weihnachtsfeiertagen eingelegt werden musste, startete die Rückrunde der Landesliga für die Forst Ladies mit dem Tabellenvorletzten des ASV Dachau. 

Dem Trainergespann Klaus Bergmann und Stefan Schablowski stand dabei der komplette Kader zur Verfügung, nur Theresa Lettl wurde weiterhin nicht zum Einsatz gebracht um die Ellenbogenverletzung komplett auszukurieren. Gegen den Vorletzten der Liga, sollte es aber auch ohne das A-Jugend Talent funktionieren:

Anna Dybilasz startete auf der Mitteposition, führte mit hohem Tempo Regie und belohnte sich direkt nach 42 Sekunden mit dem ersten Tor. Zwei weitere Treffer legte sie bis zur 4. Spielminute nach und ließ ihre Mannschaft mit 3:0 in Front gehen. Den Gästen gelang in der Anfangsphase nur wenig im Angriff, United arbeitete flink in der Abwehr und nötigte den ASV zu etlichen Schritt- und Fangfehler. Doch so komfortabel die Führung auch war, stotterte der sonst so rund laufende Angriffsmotor der Ebersbergerinnen. Der Rückraum agierte mit zu wenig Tempo, das freilaufen ohne Ball fehlte komplett und beste Wurfchancen wurden nicht genutzt. Dachau traf nach elf Minuten zum 3:1, wurde postwendend von Uniteds Christina Schweiger mit drei Treffern in Folge bestraft (6:1). Für die Fans folgten dann aber harte zehn Minuten, in denen die Mädels vom Forst jegliche Angriffsbemühungen einstellten und auch noch unnötige Treffer kassierten. Bergmann reagierte mit einer Auszeit (22´/6:3) und konnte damit zumindest wieder etwas Spielfluss erreichen. Mit einem unwirklichen Halbzeitergebnis von 9:5 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Kabine und überließen der Ebersberger Band „Blech Bagage“ das Feld.

Die Formation aus Blechbläsern schaffte es mit ihrer Performance deutlich besser, das Publikum zu begeistern doch der Ebersberger Hallensprecher kündigte leicht sarkastisch die zweite Halbzeit an: „ Auf gehts Mädels, es kann ja jetzt nur besser werden“. Die Ansprache in der Kabine zeigte nun auch die Wirkung auf dem Spielfeld. Forst United schaltete einen Gang höher und baute die Führung innerhalb der ersten zehn Minuten, der zweiten Hälfte auf 15:7 aus. Dachau versuchte mit einem Timeout den Lauf zu unterbrechen doch Lucie Mäsel, Christina Schweiger und Sandra Daschner legten mehrfach zum 21:7 (49. Minute) nach.
Die solide Abwehr und eine technisch oft überforderte Gastmannschaft machte es auch den drei Ebersberger Torhüterinnen leicht, so mussten sie insgesamt nur 10 mal hinter sich greifen. In den letzten zehn Minuten der Partie legte nun auch noch Sina Fein mit drei Toren nach und freute sich mit ihren Teamkolleginnen über einen in der höhe verdienten 26:10 Sieg gegen die Bayernligareserve des ASV Dachau.

„Eine katastrophale erste Halbzeit wurde mit einer soliden Zweiten wett gemacht. Nach der Spielpause haben wir zu lange gebraucht, wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Die Abwehr  stand zwar gut doch im Angriff haben wir als Mannschaft viel mehr Potential. Im Training müssen wir daran hart arbeiten!“ Analysierte Teamführerin Vivien Schweizer den Auftritt ihrer Mannschaft.

Bis zum kommenden Sonntag hat Coach Bergmann nun Zeit, sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten. Der TSV Herrsching erwartet dann die Mädels vom Forst am Ammersee. Wer noch einen Platz im Teambus ergattern will, sollte sich schnellstmöglich unter info@forst-united.com melden. 

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