Schützenfest im Hachinger Tal

Am vergangenen Samstag siegten die A-Mädels in einer ereignisreichen Partie beim Tabellenvorletzten HT München (15:35) und verändert somit das Ergebnis aus der Hinrunde nur geringfügig (16:34).

wA · Montag, 04.02.2019

v>Der Start in die erste Halbzeit glückte diesmal keinem von beiden Teams so wirklich: Die Abwehrformationen standen gut und so stand nach zehn Minuten Spielzeit gerade einmal ein 2:2 auf der Toranzeige. Das Spiel an sich hatte eigentlich wenig Aufregung verdient: Um etwas Leben in den Wettkampf zu bringen, nahmen die beiden jungen Schiedsrichter sich ein Herz und würzten den Ablauf mit teilweise haarsträubenden Fehlentscheidungen, welche sowohl die Spielerinnen auf dem Feld, als auch die Trainer auf der jeweiligen Bank zur Verzweiflung brachten. Dennoch schafften es die Mädels, sich beispielsweise durch Tore von Franzi Ebenkofler, Lena Trenkler, Annika Fricke oder Lara Becher stetig weiter abzusetzen. Dies war vor allem der starken Abwehrleistung kombiniert mit der überragenden Silvia Morath im Tor geschuldet. Im Angriff lief es streckenweise noch nicht nach Plan: Die offensive Formation der Gastgeber schien die Mädels etwas aus dem Konzept zu bringen und auch das schnelle Spiel nach vorne wurde noch nicht ausreichend in die Tat umgesetzt. Nichts desto trotz konnte man mit einer 7:14  Führung in die Kabinen gehen.

Der Plan für die zweite Hälfte stand für das Trainerduo Felix Mäsel/Julius Veihelmann und Gasttrainer Stefan Schablowski schnell fest: Den Fokus zurück auf den eigenen Handball legen - insbesondere auf das eigene Angriffsspiel: Das schnelle Spiel forcieren, die Abwehr über Einläufe und paralleles Stoßen in Bewegung bringen und die entstehenden Lücken selbstbewusst nutzen. Um gegen die Abwehformation ein Mittel zu finden, setzten die HTler in der zweiten Halbzeit auf den siebten Feldspieler, so oft es ihnen möglich war. Trainer und Team einigten sich darauf, die Formation weiter größtenteils trotzdem weiter zu spielen und durch die entstehenden Balleroberungen auf zusätzliche Konter und schnelle Tore zu setzen - und diese Taktik sollte sich auszahlen. Im Angriffsspiel konnte sich jetzt jede einzelne der Forst Girls auszeichnen, sogar Torhüterin Silvia Morath krönte ihre Leistung mit ihrem ersten Saisontor in der Bayernliga quer durch die ganze Halle. Bis zur 45. Minute (13:22) war in dem Spiel noch so etwas wie Spannung auszumachen - im Anschluss kam von den Gastgebern keinerlei Gegenwehr mehr und sie legten in den 15 Minuten bis zum Spielende lediglich zwei weitere Treffer nach, während die Mädels gemeinsam alles daran legten, die schwache Angriffsphase in Abschnitt eins so deutlich wie möglich zu korrigieren. So zeigte auch die B-Jugendliche Judith Fröhlich mit schönen Treffern ihr ganzes Können und auch die zuvor verletzte Theresa Lettl fand wieder zu ihrer Form zurück. Mit einem 15:35 Ergebnis ging man letztendlich doch recht zufrieden auseinander. 

Fazit: "Aller (Spiel-)Anfang ist schwer. Das hat man heute wieder gemerkt. Dennoch haben wir gegen einen kampfstarken Gegner zu unserem Spiel gefunden und konnten die Auswärtsaufgabe doch sehr souverän abhaken. Mich freut besonders,  dass sich jede einzelne Spielerin in die Torschützenliste eintragen konnte, sogar inklusive Torhüterin - das zeugt von einer geschlossenen Teamleistung und macht uns stolz", so Trainer Felix Mäsel nach dem Spiel. 


Es spielten und trafen: Silvia Morath (Tor) 1, Steffi Pollak 1, Emilie Rudolf 1, Johanna Strobl 1, Julia Beck 1, Alina Sing 1, Charlotte Paulus 2, Annika Fricke 2, Anna Huber 2, Lena Trenkler 3, Theresa Lettl 3 (1), Judith Fröhlich 4, Lara Becher 5, Franzi Ebenkofler 8 (2).

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