Vorentscheidung nach vierzehn Minuten

U-19 zeigt schnellen Handball und siegt 41:16 gegen den TSV Schleißheim in der Bayernliga

wA · Montag, 25.02.2019

Im Hinspiel vor gerade einmal vier Wochen, siegte United knapp mit 31:29 beim TSV Schleißheim. Speziell in der Abwehr hatten die Mädels vom Ebersberger Forst einige Probleme. Im Rückspiel in Ebersberg sollte es ein deutlicheres Ergebnis werden:
Von Beginn an zeigte United, dass sie klarer Favorit gegen den Drittletzten der Bayernliga sind und gingen über Lara Becher, Franziska Ebenkofler und Theresa Lettl mit 3:0 in Führung. Schleißheim hatte gegen die stark agierende Abwehr keine Mittel und fing sich durch zahlreiche Ballverluste Konter um Konter ein. Julia Beck, Charly Paulus und Alina Sing bauten die Führung bis zur 14. Spielminute auf 11:2 aus. Um möglichst allen Spielerinnen Spielanteile zu geben, wechselten Ebersbergs Trainer sehr früh und häufig, was wohl auch ein Grund für den plötzlichen Bruch im Spiel der Gastgeber war. Die Abwehr kommunizierte nicht mehr und lies dem guten Schleißheimer Kreisläufer zu einfach an den Ball kommen.  Trotz teilweise doppelter Überzahl, traf United zu früh die Wurfentscheidung und platzierte die Bälle nicht genau genug. Elf freie Torwürfe fanden nicht das gewünschte Ziel. Folglich kam Schleißheim etwas besser ins Spiel, wenn auch zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieg für die Forstis aufkam. Die rote Karte nach einem „Schubser“ im Gegenstoß für Schleißheims Jennifer Köbrich zeigte zunächst keine Auswirkungen, da United immer noch zu Verhalten aufspielte und trotz schön rausgespielter Wurfchancen nicht traf.
„Stark begonnen und stark nachgelassen“, lautete die Analyse der ersten Halbzeit von Trainer Julius Veihelmann. „Wir müssen jetzt die Konzentration und Einstellung  aus den ersten 15 Minuten wiederfinden und uns nicht in minutenlangen Angriffen einschläfern lassen.“

Wieder auf dem Feld startete United mit einer deutlich offensiveren Abwehrformation, um das lange Spiel der Gegner zu unterbinden und schnellere Ballgewinnen zu forcieren. „Die Mädels haben sofort auf unsere Kritik reagiert und die Lösungsvorschläge perfekt umgesetzt“, freute sich Coach Felix Mäsel nach sechs Spielminuten in Durchgang zwei. Zu diesem Zeitpunkt traf United bereits sechs mal und ging mit 24:14 in Front. Schleißheim dezimierte sich nun auch noch selbst durch eine „Flugeinlage“ die die dritte Zeitstrafe für deren Kreisspielerin zu Folge hatte. Um die ständige Unterzahl im Angriff auszugleichen, schickte der Gästetrainer die Torhüterin mit in den Rückraum. Die Gäste legten ihre Taktik, gezwungener Maßen, nun noch mehr darauf aus, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Die Abwehr um Emilie Rudolf agierte dabei geschickt genug, fing Passversuche ab und baute den Vorsprung noch deutlicher aus. Sogar Torhüterin Silvia Morath trug sich mit einem Treffer aus 35 Meter Entfernung in die Torschützenliste ein. Lara Becher erzielte das 40:15, ehe Franzi Ebenkofler mit dem 41:16 den Kantersieg perfekt machte.
„Der Sieg in dieser Höhe ist natürlich schön. Schleißheim hatte keine Optionen von der Bank und konnte sich nach zwei roten Karten nicht wehren. Was uns aber viel mehr imponiert, ist die Reaktion unserer Mannschaft auf den Durchhänger in der ersten Halbzeit. Das Wurfbild wurde verbessert und die Abwehr hat hervorragend gearbeitet“, erklärt Julius Veihelmann.

In zwei Wochen (10.3) kommt es in der Dr. Wintrich Halle zu einem Topspiel gegen die HSG Würm Mitte, welche nach dem schmeichelhaften Sieg gegen Gröbenzell auf den den Meistertitel spekuliert. 

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